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Mädchen mit Eis
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Ferien- und Nebenjob & Praktikum


Der Sommer naht und du möchtest neben der Schule schon dein eigenes Geld verdienen? Dann ist es Zeit, dir einen Ferienjob zu suchen. Du bist mindestens 15 Jahre alt und hast die Schulpflicht (9 Schuljahre) beendet? Dann steht deiner Suche nichts mehr im Weg.

 

Auf der Ferienjob Jagd

Früh genug selbst aktiv werden – am besten schon im Dezember/Jänner!

  • Kontaktiere Firmen, die dich interessieren. Ruf an, frag nach Ferienjobs und wie du dich bewerben kannst oder lass dich vormerken.
  • Viele Firmen haben ihre Ferienjobstellen schon im März vergeben. Beginne deshalb früh genug mit der Suche.
  • Verschaff dir einen Überblick über die Firmen in deiner Region, z. B. unter www.herold.at (such nach Betrieben oder Branchen).
  • Mach eine Liste mit Firmen, bei denen du dir vorstellen kannst, in den Ferien zu arbeiten.
  • Überleg, welche Firmen im Sommer Bedarf für zusätzliches Personal haben. Frag direkt nach, ob es freie Stellen gibt.
  • Denke nicht nur an große, bekannte Firmen. Sende deine Bewerbung auch an kleinere Unternehmen.
  • Durchsuche Tageszeitungen, schwarze Bretter (an Schulen, Supermärkten) und schau in verschiedene Ferien-,  Neben- und Studentenjobbörsen.

Mundpropaganda!

Viele Firmen schreiben ihre Stellen nicht aus, sondern verlassen sich auf Empfehlungen von Angestellten. Erkundige dich deshalb bei Verwandten und Bekannten, ob es in deren Firma Ferienjobs gibt.

Schau in die aha Ferienjobbörse

Tipp: Die meisten Jobs gibt’s von Mai bis August

Unter  http://ferienjob.aha.or.at findest du freie Ferienjobs in Vorarlberg (+ Oberschwaben und Liechtenstein).
Versuche es auch noch im Juni und Juli, einige Unternehmen melden ihren Bedarf an Ferienkräften sehr kurzfristig an!

Ferienjobauswahl

Wichtig: Vorsicht vor unseriösen Angeboten!

Beachte bei der Auswahl folgende Kriterien:

Stelleninserat

  • Achte darauf, dass konkrete AnsprechpartnerInnen genannt werden. Meide anonyme Angebote, die nur eine Telefonnummer angeben. Nicht selten steckt dahinter eine gebührenpflichtige, oft sehr teure Nummer (z. B. 0900…).
  • VORSICHT bei Inseraten, die keine konkreten Stellenbeschreibungen enthalten, aber Superverdienste versprechen.
  • ACHTUNG! Bei Promotionjobs werden oft hohe Provisionen versprochen, dein Fixlohn ist aber sehr niedrig und es kann sein, dass du schlussendlich kaum etwas verdienst.
  • Finger weg, wenn eine Firma Geld im Voraus verlangt (z. B. Heimarbeitjobs, bei denen du vorher Kugelschreiber zusammenbauen oder Briefumschläge füllen musst und das Material mit deinem eigenen Geld kaufen sollst; oder bei Model- und Castingagenturen, bei denen du zuerst für teures Geld Fotos machen lassen musst).
  • Lass dich nicht blenden von gut klingenden Versprechungen, überleg logisch und bleib realistisch. Je einfacher die Tätigkeit bzw. je weniger du arbeitest, desto weniger verdienst du auch.

Vorstellungsgespräch

  • Bereite dich vor und stell konkrete Fragen zu Tätigkeit, Ablauf, Dauer und Verdienst des Ferien- oder Nebenjobs. Achte darauf, dass deine Fragen vollständig beantwortet werden und nicht um den „heißen Brei“ geredet wird.
  • Triff dich zum Vorstellungsgespräch im Büro oder Geschäftslokal und nicht in einer Bar ums Eck oder in einer Wohnung.

Arbeitsvertrag
Wenn deinE zukünftigeR ArbeitgeberIn und du euch einig geworden seid, lass dir einen schriftlichen Dienstzettel geben, in dem das Besprochene fixiert wird. Diesen Vertrag kannst du kostenlos bei der Arbeiterkammer prüfen lassen!

Anmeldung und Versicherung
Achte darauf, dass dich deinE ArbeitgeberIn bei der Gebietskrankenkasse anmeldet, damit du bei deiner Tätigkeit versichert bist und nicht „schwarz“ arbeitest. Wenn du unsicher bist, frag nach.

Wenn du Zweifel hast
Wenn z. B. die Art der Tätigkeit eigenartig klingt, der Arbeitsort untypisch ist, die Ansprechperson nicht vertrauenswürdig wirkt, der Lohn sehr hoch oder sehr niedrig ist oder die Arbeitszeiten ungewöhnlich lange sind … dann sprich mit deinen Eltern oder erkundige dich bei der Lehrlings- und Jugendabteilung der Arbeiterkammer.

Endlich – mein Ferienjob!

Du hast einen Ferienjob gefunden und eine Zusage bekommen? Dann sind noch folgende Dinge zu beachten:
Bei Arbeitsbeginn musst du dem/der ArbeitgeberIn deinen Lichtbildausweis zeigen und die Versicherungsnummer angeben (e-card). Du bekommst einen Dienstzettel, in dem die wichtigsten Rechte und Pflichten des Arbeitsverhältnisses stehen (z. B. Arbeitszeit, Kündigungsfrist, Gehalt …)

Bezahlung
Dein Lohn richtet sich nach dem Kollektivvertrag der jeweiligen Branchen. Das heißt, du darfst nicht weniger bezahlt bekommen, kannst aber einen höheren Lohn vereinbaren.  Für jeden Monat solltest du eine eigene schriftliche Abrechnung erhalten (Lohnzettel). Du hast Anspruch auf anteilsmäßige Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, wenn sie im Kollektivvertrag vorgesehen sind. Infos über Kollektivverträge erhältst du bei der Arbeiterkammer.

Arbeitszeit/Überstunden
Für Jugendliche unter 18 Jahren gilt:

  • wöchentliche Arbeitszeit von max. 40 Stunden
  • Überstunden sind verboten! Falls du trotzdem Überstunden machen musst, setz dich mit der Lehrlings- und Jugendabteilung der AK in Verbindung, die dir Auskunft geben kann.
  • Arbeitsverbot zwischen 20 und 6 Uhr (Ausnahmen im Hotel- und Gastgewerbe)

Notier dir deine Arbeitszeit: Schreib dir täglich auf, von wann bis wann du gearbeitet und wann du Pausen gemacht hast. So kann dir die Arbeiterkammer im Zweifelsfall am besten helfen.

Arbeitnehmerveranlagung
Wenn du bei deinem Ferien- oder Nebenjob Lohnsteuer bezahlst, kannst du diese beim Wohnsitzfinanzamt wieder zurückholen. Dafür brauchst du entweder das Formular „Erklärung zur ArbeitnehmerInnenveranlagung L1“, das du beim Finanzamt anfordern kannst oder du gibst deine Daten über „finanzonline“ ein (https://finanzonline.bmf.gv.at).
Du kannst den Lohnsteuerausgleich im nächsten Jahr beim Finanzamt einreichen (bis 5 Jahre rückwirkend). Mehr Infos bekommst du beim Wohnsitzfinanzamt oder unter www.bmf.gv.at/formulare.

Ferien- und Nebenjobbörsen

Promotion/Werbejobs

Bei einem Promotionjob verteilst du z. B. Flyer oder Werbegeschenke, betreust einen Infostand oder wirbst um Spenden bzw. Mitglieder. PromoterInnen haben oft einen geringen Fixlohn und verdienen leistungsbezogen, d. h. je mehr Mitglieder sie werben, desto mehr verdienen sie. Es ist deshalb wichtig, dass du vorher klärst, wie hoch dein Fixlohn ist.

Auf diesen Seiten findest du hauptsächlich Promotionjobs für Studierende in ganz Österreich:

Ferienjob Alternativen

Nur nicht aufgeben, falls du nicht auf Anhieb einen Ferienjob findest. Es gibt Alternativen, die keine oder wenig Bezahlung, dafür aber Spaß und Erfahrung bringen und somit bei der Berufsentscheidung helfen können. Wie wär’s z. B. mit Rasen mähen, Zeitungen austragen oder Hunde Gassi führen? Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, sei offen für den „etwas anderen Ferienjob“!

Babysitten
Die Frau Holle Babysittervermittlung (Vlbg. Familienverband) hilft dir, eine Familie in deiner Umgebung zu finden: www.familie.or.at/frau-holle-babysittervermittlung
Voraussetzungen: 14 Jahre, Interesse an der Arbeit mit Kindern und die Bereitschaft, einen Babysitterkurs zu machen.
Gerade in den Sommerferien suchen Familien vermehrt nach BabysitterInnen.

Nachhilfe geben
Du bist in einem Schulfach besonders gut und willst anderen helfen, ihre Noten zu verbessern? Trag dich in die Online-Nachhilfebörse ein (http://nachhilfe.aha.or.at) oder arbeite für ein Nachhilfeinstitut (Kontakte unter www.aha.or.at/nachhilfe).

Mitarbeit auf der Alpe oder auf Hütten/Jausenstationen
Als Kleinhirte/Pfister (ab 13 Jahren)

Freiwillig engagieren im Ländle
Bei uns im aha bekommst du Kontakte von Organisationen/Vereinen, die auf der Suche nach Ehrenamtlichen sind. Dabei sammelst du Arbeitserfahrung und Pluspunkte im Lebenslauf gibt das auf jeden Fal.

Sommer-Au-pair (ab 18 Jahren)
Sommer-Au-pair ist eine einfache und günstige Möglichkeit, andere Länder und Kulturen kennen zu lernen und nebenbei deine Sprachkenntnisse zu verbessern. Die Aufenthalte dauern ca. acht Wochen. Melde dich frühzeitig bei den Agenturen!

Workcamps (ab 16 Jahren)
In einem Workcamp arbeitest du in einer Gruppe freiwillig und unentgeltlich an einem sozialen oder ökologischen Projekt mit. Unterkunft und Verpflegung sind meist kostenlos. Workcamps gibt es weltweit zu verschiedenen Themen: Antirassismus, Umwelt, Friedensarbeit …

Freiwillige Sommereinsätze (ab 16 Jahren)
Auch dieser Einsatz ist freiwillig und unentgeltlich, du bekommst dafür Unterkunft und Verpflegung. Die Einsatzdauer ist unterschiedlich, meistens ist eine Mitarbeit ab 2 Wochen sinnvoll und hilfreich.

Bei einem Praktikum kannst du während oder nach deiner Ausbildung Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln.

Praktikumsplatz gesucht!

  • Frag deine Eltern, Verwandte, FreundInnen oder sogar ältere SchülerInnen! Nutze deine Kontakte und lass dein Umfeld wissen, wonach du genau suchst.
  • Ergreife Eigeninitiative und schreibe die Unternehmen an, bei denen du arbeiten möchtest, auch wenn diese keine Praktikumsstellen ausgeschrieben haben.
  • Hol dir Unerstützung in der Schule. Manche Schulen bieten eine Unternehmensliste an, mit denen die Schule in Kontakt steht. Teilweise haben andere SchülerInnen dort bereits positive Erfahrungen während ihres Praktikums gesammelt.
  • Sei aktiv und durchsuch verschiedene Ferienjob-, Praktikums- und Jobbörsen!

Praktikumsbörsen

Pflichtpraktikum

Mehr Infos zum Pflichtpraktikum im Hotel- und Gastgewerbe, für die HAK/HAS, aber auch über mögliche Fallen bekommst du bei der Arbeiterkammer.
 

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aktualisiert 04/2017, aha.bludenz@aha.or.at