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Ein Freiwilliger mit Kindern.

ESK-Freiwilligendienst


Du möchtest dich im Sozial-, Kultur- oder Umweltbereich engagieren und dabei eine andere Kultur entdecken, neue Bekanntschaften schließen und nebenbei eine Sprache lernen? Das alles und viel mehr bietet dir der Freiwilligendienst des Europäischen Solidaritätskorps (ESK) – und das fast kostenlos.

Hinweis: Der ESK-Freiwilligendienst ist das Nachfolgeprogramm des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD).

 

Das Programm im Detail

Wer kann sich bewerben?

Alle zwischen 18 und 30 Jahren. Du brauchst keine bestimmten Vorkenntnisse, keine spezielle Ausbildung oder Fremdsprachenkenntnisse.

Wie lange dauert ein Einsatz?

Ein Einsatz dauert zwei bis maximal zwölf Monate. Generell ist es einfacher, längere Projekte zu finden (acht bis zwölf Monate). In speziellen Fällen ist ein Kurzzeit-Aufenthalt zwischen zwei Wochen und zwei Monaten möglich.

Wo helfe ich mit?

Es gibt verschiedene Bereiche, in denen du dich engagieren kannst: Soziales, Kultur & Umwelt. Die Möglichkeiten deines Einsatzes sind daher vielfältig: Du arbeitest in einer Tagesstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen in Litauen oder engagierst dich in einem Kindergarten in Frankreich. Vielleicht hilfst du in einem Jugendzentrum in Belgien mit oder du arbeitest bei einer Pfadfinderorganisation oder einem Tierheim in Dänemark.

In welchen Ländern ist der ESK-Freiwilligendienst möglich?

In allen Mitgliedsstaaten der EU sowie in Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, der Türkei und in Ausnahmefällen in Partnerländern der EU.

Wie viel kostet der ESK-Freiwilligendienst?

Bis auf einen eventuellen Teil der Reisekosten ist der ESK-Freiwilligendienst für dich kostenlos. Alle weiteren Kosten sind durch das EU-Förderprogramm Europäisches Solidaritätskorps und die Aufnahmeorganisation gedeckt. Dies beinhaltet Unterkunft und Verpflegung, ein monatliches Taschengeld (ca. € 150; an die Lebenshaltungskosten des Landes angepasst), einen Reisekostenzuschuss sowie Transportkosten vor Ort, die Versicherung, einen Sprachkurs und Trainings. Zudem haben österreichische TeilnehmerInnen unter 24 Jahren Anspruch auf Familienbeihilfe.

Wie melde ich mich an?

Wenn du neugierig geworden bist, fülle bitte dieses Formular aus und du wirst zu einem Infoabend eingeladen. Dort erfährst du mehr Details über das Programm und wie du selbst Projekte suchen und dich bewerben kannst. Wir unterstützen dich gerne bei der Projektsuche, können dir aber nicht garantieren, dass du zum gewünschten Zeitpunkt einen Projektplatz findest. Einen ersten Überblick über freie Projekte findest du in dieser Datenbank: http://europa.eu/youth/volunteering/project_en

Wann muss ich mich bewerben?

Für die Organisationen gibt es pro Jahr drei Fristen, um Förderanträge einzureichen. Du kannst dein Projekt frühestens drei Monate nach der Antragsfrist beginnen.

Wichtig: Die Kontaktaufnahme mit dem aha und die Suche nach einer Aufnahmeorganisation sollten einige Monate davor erfolgen. Je früher du dich bewirbst, desto besser!
Wer spontan und flexibel ist, kann aber auch kurzfristig einen Projektplatz ergattern. Bei Interesse melde dich bitte rasch über dieses Formular bei uns.

ESK-Freiwilligendienst als Zivildienstersatz

Bisher war es möglich einen mindestens 10-monatigen Europäischen Freiwilligendienst als Zivildienstersatz anerkennen zu lassen. Das soll in Zukunft auch beim ESK-Freiwilligendienst möglich sein.

Erfahrungsberichte

Auf unserem Blog www.ahamomente.at werden laufend Berichte von jungen Menschen veröffentlicht, die Erfahrungen im Ausland gesammelt haben. Hier findest du die Berichte von Freiwilligen.

Eine Übersicht der aktuellen Vorarlberger Freiwilligen findest du hier:

Infos für Aufnahmeorganisationen

Primär ist der ESK-Freiwilligendienst als alternative Bildungs- und Qualifizierungschance für junge EuropäerInnen gedacht. Die Tätigkeit soll dem/der Jugendlichen reiche Erfahrung sowohl in fachlicher, als auch in sozialer und kultureller Hinsicht bieten und der aufnehmenden Einrichtung die Unterstützung eines/einer motivierten und engagierten Jugendlichen aus einem anderen Land ermöglichen.

Welche Aufgaben hat die Aufnahmeorganisation (AO)?

Die AO stellt Unterkunft (Einzelzimmer) und Verpflegung (drei Mahlzeiten pro Tag). Des Weiteren benennt die Aufnahmeorganisation eine Ansprechperson (MentorIn) für die Freiwilligen, um die kontinuierliche Begleitung/Betreuung sicherzustellen.

Was kostet die Aufnahme eines/einer Freiwilligen?

An Kosten fallen für die Aufnahmeorganisation Unterkunft und Verpflegung an. Wenn keine Möglichkeit besteht, direkt bei der AO zu essen, gilt als Richtwert für Essensgeld € 7,- pro Tag.
Als Teilkostenersatz für Unterkunft und Verpflegung erhält die Organisation € 200,- pro Monat.
Der/die Freiwillige hat in den meisten Fällen die Europäische Versicherungskarte und wird zusätzlich über das Programm kranken-, unfall- und haftpflichtversichert. Der AO fallen für die Versicherung keine Kosten an.
Das aha meldet die Freiwillige/den Freiwilligen zu einem Sprachkurs an. Die Kosten dafür sind von der EU gefördert.

Welches sind die nächsten Schritte?

Die Aufnahmeorganisation formuliert in Zusammenarbeit mit dem aha eine Projektbeschreibung sowie ein Anforderungsprofil für den Freiwilligen/die Freiwillige. Die Nationalagentur für das Programm überprüft die Aufnahmeorganisation, gibt sie als ESK-Einsatzstelle frei und stellt die Projektbeschreibung in eine Online-Datenbank. Über die Datenbank können sich interessierte Jugendliche beim aha bewerben und die AO wählt unter den BewerberInnen eineN FreiwilligeN aus. Zur nächstmöglichen Antragsfirst werden die finanziellen Mittel für den Einsatz beantragt. Wird der Antrag genehmigt, beginnen die Vorbereitungen für die Aufnahme des/der Freiwilligen. Das Anforderungsprofil und die Projektbeschreibung müssen nur einmal erstellt werden. Sie gelten auch für weitere Anträge.

Zu beachten ist, dass vom Zeitpunkt der Entscheidung zur Aufnahme eines/einer Freiwilligen bis zum tatsächlichen Projektstart etwa sechs bis acht Monate vergehen. Für weitere Informationen bzw. bei Interesse, als Aufnahmeorganisation aktiv zu werden, wende dich bitte an Clemens Rüdisser (clemens.ruedisser@aha.or.at).

Bericht über eine Freiwillige, die ihren Freiwilligendienst bei einer Aufnahmeorganisation in Vorarlberg absolviert hat:

Detaillierte Projektbeschreibungen der derzeitigen Aufnahmeorganisationen in Vorarlberg (Englisch):

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aktualisiert 09/2018, aha@aha.or.at