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Pfleie nach links, rechts und geradeaus
Brian A Jackson_shutterstock

Faktencheck


Sie breiten sich aus. Sie springen rasant über. Sie agieren undercover. Sie tarnen sich, sind nur schwer zu erkennen… – die viralen Fake News!

 

Gerade jetzt, in Zeiten von Corona, sind Informationen besonders wichtig. Genauso wichtig ist es aber auch, dass diese Informationen stimmen und korrekt sind.

Es ist zeitweise fast abenteuerlich, was für „Nachrichten“ man auf seinem Handy angezeigt und zugeschickt bekommt. Andere Informationen scheinen überaus seriös – und erweisen sich dann doch als falsch.

„Die Verbreitung von Falschnachrichten über das Virus ist weltweit ein riesiges zusätzliches Problem. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprach ihrerseits bereits von einer „Infodemie“.

Was sind eigentlich „Fake News“?

Die detaillierte Definition des Gabler Wissenschaftslexikon lautet:

„Ein Fake ist nach der Bedeutung im Englischen eine Fälschung, eine Täuschung, eine Attrappe, oder ein Hochstapler und ein Simulant (Faker). Fake News sind Falsch- und Fehlinformationen, die häufig durch elektronische Kanäle (vor allem soziale Medien) verbreitet werden. Sie gehen von Einzelnen oder Gruppen aus, die in eigenem oder fremdem Auftrag handeln. Es gibt persönliche, politische und wirtschaftliche Motive für die Erstellung.“

Safe oder Fake?

Lust auf ein kurzes Quiz rund ums Thema „Safe oder Fake“?
Teste in nur 5 Minuten, ob du real von fake unterscheiden kannst: Safe oder Fake?

Es ist immer gut, wenn du überprüfst, ob Aussagen und Texte richtig sind und auch inhaltlich stimmen. Das gilt für die Nachrichten, die du von einem guten Freund, einer guten Freundin bekommst genauso wie Infos, die du im Netz findest.
„Das hat mir meine Freundin geschickt, die ist ganz nah dran und kennt da einige Leute“, sollten einen hellhörig machen! Es gilt die Devise: Lieber einmal mehr nachgehakt, als falsche Informationen verbreiten.

Was kann man dagegen tun?

Im Netz gibt es sogenannte Faktenchecker, die „Aussagen einer oder mehrerer Personen anhand von nachprüfbaren, rationalen und objektiven Fakten überprüfen. Dabei werden wörtliche oder schriftliche Aussagen den recherchierten Fakten gegenübergestellt.“

Zwei unabhängige Seiten, die sich da gerade hervortun:

Beide – Mimikama und Correctiv – sind auch auf Instagram vertreten!

Als Faustregel gilt also:

  • Geprüfte Nachrichten und Informationen zu verwenden!
  • Weitergeleitete Nachrichten zu checken!
  • Manches darf man auch ohne Überprüfung weiter schicken:

Ich seh etwas,…

Momentan sehen wir sehr viele Bilder: Oft sind es bunte und lustige Geschichten, die uns ablenken und uns zum Lachen bringen. Teilweise bekommen wir aber auch traurige, manchmal verstörende Fotos im Netz zu sehen.

Vor allem wenn etwas Furchtbares passiert, wie der Terroranschlag in Wien am 2. November 2020, werden immer wieder schreckliche Videos und Bilder in den sozialen Medien gepostet und geteilt. Solche Postings sollten auf keinen Fall weiterverbreitet werden! Sie lösen oft Panik aus oder informieren in eine falsche Richtung und das wäre genau das, was die Attentäter*innen beabsichtigen.

Auch kann es gefährlich sein Einsatzkräfte, Opfer oder mutmaßliche Täter*innen zu zeigen und die Arbeit der Polizei zu behindern. Hast du solche Videos, dann gib sie direkt an die zuständige Polizei weiter, um bei der Aufklärung solcher schlimmen Verbrechen zu helfen.

Generell gilt, überprüfe, ob die Bilder, die du siehst, auch echt sind! Eine gute Möglichkeit dazu ist die Bilderrückwärtssuche. handysektor.de zeigt in diesem Video, wie du ganz einfach herausfinden kannst, woher ein Bild kommt.

Fake News rund um Corona

Unter dem Motto  „Make Europa gscheit again“ kurz M.E.G.A. produzieren die EU Mythbusters regelmäßig Videos zu Fake News rund um Corona, die auf einem eigenen YouTube-Kanal gezeigt werden. In den Videos erklärt der Molekularbiologe Martin Moder mit einfachen Worten, welche Mythen rund um Corona reine Fake News sind. Seine Aussagen untermauert er mit wissenschaftlichen Studien und Ergebnissen. Schaut rein und werdet’s gscheit, oder noch gscheiter: M.E.G.A.

www.martinmoder.at

 

 

 

aktualisiert 11/2020, aha@aha.or.at